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Reisebericht Kuba: eine echte Kultur- und Bildungsreise

Wir möchten uns ganz herzlich bei ErlebeKuba für die super nette, sehr kompetente und geduldige Beratung bedanken. Wir hatten mit Frau Anestis eine wunderbare Reisevorbereiterin und mit Frau Garcia Kenia eine super nette Reisebetreuerin vor Ort.

Leider konnten wir bedingt durch einen Hurrikane erst einen Tag später abfliegen und hatten dadurch einen Tag weniger in Santiago de Cuba, was sehr schade war. Aber dafür sind wir gesund und heil gelandet. Vom Flughafen Holguin wurden wir ins wunderschöne Hotel San Basilio in Santiago (sehr schön, gepflegt, fantastisches Frühstück, Top Lage) gebracht und sind von dort direkt am nächsten Tag mit dem Viazul nach Baracoa gefahren. Wir waren erstaunt wie pünktlich die Busse abfuhren. Überhaupt waren die Cubaner sehr pünktlich.

In Baracoa waren wir im Hotel El Castillo untergebracht. Das Hotel liegt auf einer kleinen Anhöhe und bietet einen fantastischen Blick über die Stadt. Es hat außerdem einen schönen Pool, den wir aber wegen des schlechten Wetters nicht genutzt haben. In Baracoa haben wir eine tolle geführte Wanderung durch den Humboldt National Park gemacht (mit Norje) und dabei sehr nette Leute kennen gelernt. Wir bekamen von den Bauern die Kokosnüsse frisch vom Baum, tranken Kokosmilch und aßen Kokosfleisch. Von einem anderen Bauern bekamen wir frische Bananen und Guaven zum probieren. Norje konnte zu allem etwas erzählen und kannte alle Pflanzen und Vögel...

Mit den netten Leuten vom Ausflug sind wir dann im Auto statt mit dem Bus zurück nach Santiago de Cuba gefahren. Zwischendurch haben wir an wilden Ständen gestoppt und gebadet.

Humbold Nationalpark
Humbold Nationalpark
Camaguey bei Nacht
Wir hatten dann leider nur noch einen Tag in Santiago de Cuba und haben uns dann noch das wichtigste angeschaut – der Parque Cespedes ist sehenswert, auch am Abend...

Unsere Reise ging dann über Bayamo (traumhaft schön zum stoppen und super leckeres Essen im Park) weiter nach Camagüey. Dort waren wir im Hotel Colon (sehr schön, gepflegt, gutes Frühstück, Top Lage) untergebracht. Camagüey hat sehr schöne Häuser, Gassen und Plätze zu bieten.

Von Camagüey ging es dann über Sancti Spiritus weiter nach Trinidad. Sancti Spiritus ist wirklich einen Aufenthalt wert. Die Innenstadt ist schön und gut renoviert und im Quinta Santa Elena kann man ganz entspannt in einer tollen Villa mit schönem Graten essen. Im Gegensatz zum Meson de la Plaza ist es nicht so voll, denn hier fahren busseweise Touristen vor.
Auf dem Weg nach Trinidad schauten wir uns noch eine ehemalige Zuckerrohrplantagen an und trafen dort auf einen deutschsprechenden Kubaner, der vor 20 Jahren in Halle eine Ausbildung gemacht und dort 4 Jahre deutsch gelernt hat, was er noch nach 20 Jahren auch noch gut konnte. Dieser Mann war Aufseher der Zuckerrohrplantage und er bat uns ihn nach Trinidad mit zu nehmen, da er gleich Schichtwechsel habe und sein Weg zur Arbeit immer so lange sei (2 Stunden einfacher Weg). Das haben wir dann auch gerne gemacht und wurden dafür noch zum Kaffee bei ihm zu Hause eingeladen. Seine Frau sprach auch noch gutes Deutsch und man wollte uns gar nicht mehr gehen lassen. Da es mittlerweile dunkel war, brachte er uns sogar noch zu unserer gebuchten Casa.
Trinidad

Vinales

Wir verließen bereits am nächsten Tag Trinidad und machten noch einmal Station in Cienfuegos im Hotel Boutique la Union. Auch hier bekamen wir architektonisch einiges zu bieten. In der Zweiten Reihe war es allerdings weniger attraktiv, aber das gilt wohl für die meisten kubanischen Städte.

Danach ging es in die Berge nach Las Terrazas in das wunderschöne romantische einmalige Hotel La Mokka, Klasse! In las Terrazas hatten wir leider nur eine Nacht gebucht und konnten somit nur einen Ausflug zum kleinen Wasserfall San Juan machen.

Danach fuhren wir über die Landstraße (wir dachten wir kommen nie an) die Küste entlang nach Vinales. Gleich am nächsten Tag hatten wir eine geführte Tabakwanderung. Wir besuchten einen Tabakbauern. Bei einem Kaffee zeigte er uns, wie Zigarren gedreht werden und erklärte, worauf es dabei ankommt. Eingekauft haben wir natürlich auch ein paar von seinen Zigarren und etwas Kaffee. In Vinales hätten wir gerne noch mehrere Tage verbracht, die Luft, die Landschaft und die Leute haben uns dort am besten gefallen.

Nach Vinales ging es in den Touristenrummel nach Varadero, da wir leider nichts mehr in Caya Levisa gefunden hatten.
In Varadero hatten wir in einem All Inclusive Hotel den letzten Bungalow und das hatten wir total genossen. An dem Teil des Strands waren wir fast alleine. Das Hotel und der Service waren gut, aber Kuba sieht anders aus. Wir haben uns gut erholt und fuhren dann am dritten Tag mit dem Reisebus nach Havanna weiter. Bei dieser Gelegenheit haben wir gleich eine geführte Stadtrundfahrt mit Besuch in der Tabakfabrik gemacht.

Als wir dann endlich unser Hotel in Havanna hatten, welches übrigens sehr empfehlenswert ist, genossen wir die letzten Tage in der Großstadt. Havanna ist ein Gesamtkunstwerk! Die Altstadt, die Autos, die Musik. Einfach klasse.
Wir waren im Theater im Ballett Dracula und gönnten uns eine Tropicana Show. Einige Sehenswürdigkeiten (z. Capitol und die Burg am Hafen) waren wegen Reparaturarbeiten leider nicht zu besichtigen.

Den Cocktail im Floridita haben wir nicht genommen, da gibt es nettere kleine Lokale.
Havanna
Insgesamt war unser Eindruck von Cuba, als fahre man durch ein lebendiges Museum. Wegen der Armut wurde doch häufig gebettelt und häufig wird man von Kubanern belästigt die etwas verkaufen oder vermitteln möchten.

Insgesamt waren wir mit der Zusammenstellung unserer Reise sehr zufrieden und würden diese Route mit 1 Tag weniger in Havanna und 1 bis 2 Tagen mehr in Vinales jedem so empfehlen. Es war eine echte Kultur- und Bildungsreise und wir sind froh dort gewesen zu sein. Es ist nicht auszudenken wie das früher ausgesehen haben muss und heute aussehen könnte.

Das kubanische Alltagsleben erleben zu dürfen - den kubanischen Sozialismus, das Leben mit zwei Währungen und den Frohsinn der Menschen, den sie sich trotz ihrer schweren Lebensbedingungen bewahrt haben - das sind Erfahrungen die wir gerne gemacht haben und an die wir noch lange zurück denken werden. Vielen Dank noch mal an dieser Stelle.

Wiltraut K. (November 2010) aus der Nähe von Frankfurt